2026 – 02 & 03: Paul J. (Mutiso) und Paul S. (Wambua)

Unsere Zeit im MCC ist nun fast zu Ende und so berichten wir euch über die letzten zwei Monate in Kenia. Wir verabschieden uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge da es eine unfassbar schöne Erfahrung war, über die wir glücklich sind aber natürlich auch ein wenig traurig da es jetzt schon vorbei ist. Wir können wirklich sagen, dass wir in den letzten drei Monaten ein Teil der MCC Familie geworden sind und allen Staff Mitgliedern und Kindern sehr dankbar für die vielen tollen Erlebnisse sind.

Mit der Zeit wurden unsere Aufgaben in den verschiedenen Bereichen des MCC zum Alltag und wir haben immer mit viel Freude auf dem Bauernhof, in der Küche und  bei den Tieren mitgeholfen. Mit dem Beginn der Regenzeit Mitte Februar hat sich nicht nur die Landschaft ins Grüne verändert, sondern auch die Arbeit auf der Farm wurde deutlich erleichtert. Außerdem hatten wir den Zuwachs von drei kleinen Baby Ziegen zu feiern sowie zahlreichen neuen Hasen und Küken.

Unser erstes Projekt am Wochenende war ein gemeinsames Backen mit den Kindern. Diesmal haben wir mit Hilfe von Paul J’s Mutter – die uns mit ihrem Rezept unterstützte – Bananen-Schoko Muffins gebacken.

In der Bäckerei der High-School haben wir uns mit allen Kindern versammelt und in einer großen Schüssel den Teig angerührt. Dabei war das Schwierigste den Tatendrang der Kinder einzubremsen da natürlich alle ihren Teil beim verrühren des Teiges beitragen wollten. Als alle Zutaten vermengt waren, haben wir mit ein wenig mehr Ordnung und Unterstützung des Bäckers die Muffin formen befüllt und anschließend ausgebacken. Das Ergebnis waren über achtzig Muffins und volle Bäuche.

Als nächstes stand ein Spaziergang mit anschließendem Picknick auf dem Plan. Gemeinsam mit unserer Hausmutter Miriam haben wir uns auf den Weg gemacht und ein gemütliches Plätzchen unter einem Baum am Fluss auf dem Weg zur Grundschule gefunden. Die Kinder hatten großen Spaß daran den Fluss hinaufzulaufen und ein wenig im Wasser zu plantschen. Anschließend gab es dann noch eine kleine Stärkung mit Obst und Gebäck bevor wir uns gemütlich auf den Rückweg machten.

Allmählich begann auch unser größtes Projekt Gestalt anzunehmen: die Fertigstellung des Basketballplatzes. Bei unserer Ankunft fanden wir den geplanten Platz zwar schon als fertige Beton Fläche vor, aber noch ohne die Zugehörigen Basketballkörbe. Zusammen mit unseren Sozialarbeiter*innen Mercy und Joseph sowie Nicolas, dem Direktor  der High-School, haben wir die Einzelheiten der noch fehlenden Schritte besprochen und in unseren Budgetplan aufgenommen. Bei einem Besuch in Nairobi haben wir uns in einem Sportshouse die Körbe angesehen und diese direkt bestellt samt zugehörigen Metallpfosten einer lokalen Metallbaufirma. Gemeinsam mit deren Hilfe und Unterstützung der Schüler und Kinder wurde alles angebracht und sobald der Beton ausgehärtet war flogen schon die ersten Bälle in den Korb.

Seitdem haben alle eine Menge Spaß auf dem neuen Feld und es wurden schon einige intensive Partien bestritten. Auch wenn die Kinder und Jugendlichen noch ein wenig Übung in Technik und der Ausführung der Regeln brauchen fehlt es ihnen nicht an Talent und Motivation. Sobald die High-School ein Team aufgestellt hat, werden die ersten Turniere nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Das Ziehen der Linien musste aufgrund schlechter Wetterverhältnisse noch bis Mitte März warten. Dabei durften die Schüler der High-School und die Kinder des MCC selbst zu Tat schreiten was ihnen auch großen Spaß gemacht hat. Alle haben einen guten Job gemacht und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Ende Februar haben wir für alle Schüler der High-School und MCC Kids Pommes gekocht. Ohne die Schüler, die uns bei der ganzen Aktion bereitwillig zur Seite standen, hätten wir es nicht geschafft. Dennoch waren wir von 11 Uhr vormittags bis 20 Uhr abends mit waschen, schälen, schneiden und frittieren beschäftigt. Dank dem Durchhaltevermögen und einem guten DJ der Schüler konnten dann am Abend alle einen Teller Pommes genießen.

Dann hieß es für die Kinder eine Woche Ferien. Doch Ferien hier bedeutet nicht nur Freizeit, die Kinder helfen viel mit: in der Küche, auf der Farm und bei den Tieren. Für uns war es schön auch diese Aufgaben zusammen mit den Kindern zu erleben. Vom Düngen der neuen Felder bis zum Reparieren der Hasenkäfige war alles dabei, die Kinder sind total begeistert überall mit anzupacken und zu lernen.  Trotzdem blieb auch genug Zeit für Indoor und Outdoorspiele sowie die heißbegehrten Filmabende.

Am Donnerstag haben wir im MCC eine kleine Sportolympiade veranstaltet zu denen auch unsere Community-Based Kids eingeladen wurden. Es wurden Gruppen gebildet und die Kinder konnten in verschieden Disziplinen gegeneinander antreten um Punkte zu sammeln. Die Stationen waren unter anderem Sackhüpfen, Dosenwerfen, Torwandschießen und Eierlauf – mit einem Holzball als Eier Ersatz. Alle waren mit Tatendrang und Ehrgeiz bei der Sache und auch einige Staffmitglieder wollten sich an den verschiedenen Stationen versuchen.

Nicht zu kurz kommen durfte am Ende die Siegerehrung bei der wir verschiedene Süßigkeiten und Äpfel als Preise an die Teams verteilt haben. Für uns war es schön auch die Kinder aus der Community mit dabei zu haben und einen Tag der Ferien gestalten zu dürfen.

So verging die Zeit schnell und es gibt unzählige schöne Momente die uns in Erinnerung bleiben werden. Vor allem aber die Fußball Nachmittage mit der Hausmutter Miriam und natürlich den Kindern haben uns auf besondere Weise verbunden.

Gegen Ende durften wir noch ein ehemaliges Kind aus dem MCC willkommen heißen. Paul „Messi“ war mit der Buruburu School of fine Arts zu Besuch. Die Kunstakademie ist ein College in der Messi gerade sein letztes Jahr bestreitet. Der Besuch war als Kooperation zwischen der Kunstschule und dem MCC gedacht, um die Kinder zu inspirieren und am Beispiel von Messi zu zeigen was sie mit Disziplin und harter Arbeit erreichen können.

Die Studenten und Lehrer sind vormittags angekommen. Während ein Teil das Mittagessen vorbereitete, wurden die anderen von Messi über das Gelände geführt.Mittags sind alle zum festlichen Essen zusammen gekommen und es wurden von einigen Lehrern sowie Schülern kleine Reden gehalten. Am Nachmittag gab es Musik und Tanz sowie Austausch zwischen Studenten und Kindern.

Es war wirklich ein sehr gelungener Tag, die Kinder hatten viel Spaß und wir glauben einige konnten auch was mitnehmen. Danke an Messi und sein College.

An unserem letzten Wochenende haben wir die Kinder aus der Community zu uns ins MCC eingeladen, um mit allen zusammen noch einmal einen Tag zu verbringen. Dafür wurde in der früh ein Stockbrotteig zubereitet und nach dem Tee gemeinsam ein Lagerfeuer entzündet, ein Spaß für groß und klein.

Anschließend haben noch entspannt den Tag miteinander verbracht und uns von allen Kindern aus der Community verabschiedet.

Am Sonntag ließen wir das Wochenende mit einem ausgedehnten Spaziergang ausklingen. Die Spaziergänge waren für uns auch immer sehr schöne Momente da man viel Zeit hat mit den Kindern zu quatschen uns sie es lieben die Umgebung außerhalb des MCC zu erkunden.

Und so geht unglaublicherweise unsere Zeit in Kenia zu Ende – gerade wenn es am schönsten ist. Wir hatten wirklich eine tolle Zeit und können es nur jedem ans Herz legen der eine authentische Erfahrung im Ausland sucht und nicht nur Urlaub machen will. Ihr habt hier die Chance Teil eines Teams und einer Organisation zu sein die einen Unterschied für junge Menschen vor Ort macht. Wir konnten in der Zeit viel für unser Leben lernen und neue Ansichten nach Deutschland mitnehmen.

Vielen Dank an „Hand in Hand für Kenia“, dass wir die Chance hatten Teil des MCC zu sein und noch einmal vielen Dank an alle Wegbegleiter in Kenia die unsere Zeit hier geprägt haben.

Wir verabschieden uns,

Paul (Mutiso) Jansen

Paul (Wambua) Stöcker

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