Schulpartnerschaft im 10. Jahr

… und das mit viel Kontakt, Informationen, Diskussionen, Sport, Spaß und Spenden. Auch in diesem Jahr fand am Franz Marc Gymnasium in Markt Schwaben wieder ein Spendenlauf für Hand-in-Hand-für-Kenia statt und half, das Vorhaben Maisha Mazuri voranzutreiben. Motivierte Schülerinnen und Schüler und großzügig Sponsoren sind dabei ein Teil eines zweitätigen Ereignisses…..

Tag I: der Lauf

ca 200 Schüler, betreut von 8-10 Lehrern, auf dem Sportplatz drehen ihre Runden. Zunächst im flotten Lauf, gelegentlich auch gehend – Hauptsache sie schaffen die angezielte Zahl an Runden. Aufgemuntert durch die launigen Durchsagen des Stadionsprechers und der motivierenden Begleitmusik, erfrischt durch Mineralwasser und Wassermelonen-Stücke. Alle Phasen – von Start bis Finish – nach ca 3 Stunden – werden photographisch aufgezeichnet: frisch – erschöpft, aber zufrieden – gemeinsame Schlussaufnahme à Dokumentation am Tag 2. Daneben die statistischen Ergebnisse: wie viele Runden maximal? Welche Strecke in Summe erlaufen? (bis Rom? Bis Sizilien?) Wieviel Geld durch Sponsoren zu erwarten? Wieviel Wasser und Melonen vertilgt? Usw.

Tag II: die thematische Aufarbeitung des Projekts:

4 Gruppen (der ca 200 Schüler) werden nach Altersstufen eingeteilt

Die ca 8 Kollegen, die an der Aktion teilnehmen, organisieren die 4 Stationen, die diese Gruppen nacheinander im Turnus durchlaufen:

  1. Dokumentation der Ergebnisse: Am Nachmittag dieses 2. Projekttages findet traditionsgemäß das Schlussfest der Schulgemeinschaft statt und wir präsentieren die Ergebnisse des Spendenlaufs auf den Plakatwänden: Statistik und Photomaterial (s.o.)
  2. Problematik und Chancen der 3.Welt-Arbeit in Afrika generell: die Erfahrungen von Kollegen, die selbst in Afrika aktiv waren
  3. Unsere Projekte – speziell: Wajibu Wetu (2005 – 2014); Maisha Masuri (seit 2014): durch Jürgen Hansen mit Unterstützung eines unserer Kollegen präsentiert
  4. Afrikanische Kultur – spielerisch erlebt, z.B.:   a) crash course kishuaheli
    b) afrikanische Märchen und ihre schauspielerische Präsentation
    c) afrikanische Spiele

Allgemeine Erfahrungen: die Schüler lassen sich gut motivieren, an diesem Kombiprogramm teilzunehmen, das einiges an persönlichem sportlichen Einsatz erfordert und ihnen kulturelle und soziale/politische Erfahrungen vermittelt. Gelegentlich ist es nicht ganz einfach, dem gesamten Kollegium zu vermitteln, warum man diese Aktion außerhalb des üblichen Projekttage-Rasters für sinnvoll hält, aber letztlich hat es doch immer geklappt. Neben dem ideellen Ertrag dieses Spendenlaufs lässt sich das finanzielle Ergebnis durchaus sehen: im Schnitt wurden an die € 9.000 konkret erlaufen. Wobei man natürlich auch berücksichtigen muss, dass Eltern und andere Sponsoren die athletischen Fähigkeiten der Kinder oft unterschätzen, die (motiviert durch die Einsatzbereitschaft ihrer Klassenkameraden) schon über den eigenen Schatten springen und damit eine deutlich längere Strecke erlaufen, als ihnen die Sponsoren zugetraut hätten. Dies führt gelegentlich dazu, dass das theoretische finanzielle Ergebnis (im besten Jahr um die €15.000) erfahrungsmäßig bei den konkreten Einzahlungen um etwa ca 10% unterschritten wird.

Trotzdem lassen sich die Ergebnisse sowohl in pädagogischer wie auch finanzieller Weise durchaus sehen und wir können nur andere Schulen ernsthaft ermutigen, sich auf diese Weise auch in der Förderung von Dritt-Welt-Projekten wie besonders Maisha Masuri zu engagieren

Matthias Oxenius

 

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