Januar/Februar 2012 – erster Bericht von Hannah

Nun bin ich schon seit einem knappen Monat in Kenia – die Zeit verging so schnell – und mir kommt es so vor, als ob ich erst letzte Woche noch frierend am Flughafen in München war.
Ich habe mich schon sehr gut eingelebt, bin aber auch gleich herzlich aufgenommen worden! Die Kids sind alle sehr süß und begeistert von den Brettspielen, die ich mitgebracht habe.

Dezember 2011 – dritter Bericht von Katja

Der Dezember war eindeutig der aufregendste Monat. Es ist so viel passiert und die Zeit ist so schnell vergangen. Am ersten Dezember haben wir den Weltaidstag gefeiert. Die Kinder haben schon Tage vorher ein selbstgeschriebenes Gedicht einstudiert und zeigten ihr Können in Limuru, bei einer World-AIDS-Day-Veranstaltung. Anfang Dezember hatten wir hier auch Besuch von einigen Volunteers, die über eine andere Organisation ein paar Tage mit uns verbrachten. Eine der Freiwilligen hat sich als großzügige Spenderin erwiesen und hat jede Menge Lebensmittel und kleine Geschenke für die Kinder mitgebracht.

November 2011 – zweiter Bericht von Katja

Und schon ist wieder ein ganzer Monat vorbei! Im November war hier jede Menge los! Ich hab mit den Kids einen Holundersirup gemacht und sie haben den Saft voller Genuss getrunken! Selbstgemacht schmeckt einfach immer doppelt gut. Der Saft hat daher auch nur für zwei Abende gereicht, aber vielleicht mach ich noch mal einen mit ihnen. Im November sind für vier der Großen die Abschlussprüfungen der „Primary School“ losgegangen. Da war natürliche jede Menge Nervosität mit im Spiel und jeder hat versucht es den Vieren einfacher zu machen. Neben Massagen und Arbeitsentlastung hat es vor allem viele motivierende Gespräche gegeben. Letztendlich waren sie alle froh, als es vorbei war und sie früher in die Ferien starten konnten als die anderen. Dann sind nach und nach die Älteren von den weiter entfernten Schulen heimgekommen und jedes Mal haben sich alle total gefreut, wenn ein Bruder oder eine Schwester endlich wieder nach Hause kam. Ende November wurden auch die Kleineren in die wohlverdienten Ferien entlassen. Seitdem ist hier jede Menge los! Das ist sehr schön!

Oktober 2011 – erster Bericht von Katja

Kaum zu glauben, dass es schon Zeit für meinen ersten Bericht ist – mir kommt es noch nicht so vor, als wäre ich schon einen Monat hier. Ich bin Anfang Oktober im Wajibu-Wetu Children’s Home angekommen und wurde von allen herzlich begrüßt. Die Kinder haben nicht lange gefragt, sondern mich gleich in alle täglichen Aktivitäten, wie Kochen, Wäsche-Waschen, Spielen, Singen, Tanzen und Beten, mit einbezogen. Das hat mir das Eingewöhnen sehr erleichtert. Ich kann euch das Gefühl gar nicht beschreiben, wenn man erst seit ein paar Tagen da ist und sich schon als Familienmitglied fühlt. Und, dass dieses Heim nicht einfach nur ein Heim ist, sondern eine Familie, das kann ich euch versichern! Jedes Kind hat hier seine täglichen Pflichten zu erledigen und kann abends beim Essen seinen Geschwistern die neuesten Neuigkeiten verkünden. Wie in einer ganz normalen Familie, nur dass diese Familie ein bisschen größer ist.
Ich hab natürlich für jedes Kind eine Kleinigkeit mitgebracht und es ihnen eines Abends überreicht. Wahnsinn, wie sie sich gefreut haben, auch wenn’s nur was Kleines war. Jeder hat noch was Süßes bekommen und alle waren voll und ganz zufrieden. Ich hab schon lange kein Kind mehr gesehen, dass sich so über einen Lutscher gefreut hat. Sehr bewegend!

April 2011 – zweiter Bericht von Julia

Ein ganz besonderes Erlebnis für mich als angehende Lehrerin war der zweitägige Besuch in der Primary School in Rironi, die von den meisten der Heimkinder besucht wird.
Nachdem ich das Schultor betreten habe, wurde ich sofort von circa 50 Schülern umringt, die mich lachend auf Schritt und Tritt verfolgten. Für die meisten Kinder, insbesondere für die Jüngeren unter ihnen war ich die erste Weiße, die sie je gesehen haben. Viele der ?Mutigeren? wollten unbedingt meine Haut und meine Haare berühren. Ich muss zugeben, dass diese Situation sehr seltsam für mich war, doch gleichzeitig konnte ich die Schulkinder gut verstehen.

März 2011 – erster Bericht von Julia

Das Leben hier in Kenia beziehungsweise im Kinderheim ist komplett anders, als ich es von zu Hause gewohnt bin: Es wird per Hand gewaschen, Duschen gibt es nicht, das Wasser muss zuerst immer von draußen geholt werden ? wenn nicht genug im Tank ist, muss es von einem Esel gebracht werden.
Auch wurde mir im Vorfeld oft von der „kenianischen Gemütlichkeit“ berichtet, die eventuell ungewohnt für mich sein könnte. Jedoch ist die Anpassung für mich nicht wirklich schwierig gewesen. Ich denke, wenn man gewisse Dinge nicht so eng sieht, gewöhnt man sich sehr schnell an die kenianische Mentalität. Eine Sache, die ich jedoch gewöhnungsbedürftig fand, war die kenianische „Pünktlichkeit“. Bei den meisten Terminen muss mindestens eine Stunde dazugerechnet werden. Doch auch darauf ist nicht immer Verlass, denn ab und an läuft dann doch wieder alles sehr pünktlich ab.

Januar 2011 – zweiter Bericht Elisabeth

…und dann war er endlich Weihnachten da: Morgens am 25. Dezember 2011 gingen wir wieder in die Kirche und danach wurde gefeiert! Wir grillten das Ziegenfleisch, bereiteten alle möglichen Leckereien vor, spielten Karten, sangen, lachten und tanzten. Am Nachmittag kam Rob, ein Mitarbeiter der UN, mit seiner Familie, die uns aus Holland einige Geschenke, meist Klamotten oder Stifte, brachten. Die Kinder freuten sich sehr und ich freute mich mit ihnen! Als die Besucher gingen, starteten Mummy, Daddy und ich mit unserer Weihnachtsüberraschung, denn auch wir hatten für jedes der Kinder ein Geschenk [gesponsert von einer Firma aus Deutschland]. Noch nie habe ich ein Kind so von Herzen lächeln gesehen wie unsere Kleinen an diesem Tag! Zu wissen, dass wir die Kinder wenigstens für einen Tag so überglücklich machten, war das beste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekam – und zugleich das Billigste!…

November 2010 – erster Bericht von Elisabeth

Am 19. Oktober begann meine Reise – das erste Mal in Afrika, mein großer Traum wurde endlich Wirklichkeit! Ich war recht aufgeregt während des langen Fluges, doch die Nervosität verflog, als mich Mummy und Daddy herzlichst am Flughafen mit dem Worten “Welcome Elisabeth to Wajibu Wetu Family!“ begrüßten! Und schon die Fahrt vom Flughafen zum Kinderheim war für mich dann ein Erlebnis – der Verkehr hier ist absolut nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen. Die Leute fahren kreuz und quer, die wenigsten beachten rote Ampeln und auch vom Blinken haben die meisten Autofahrer hier wohl noch nicht viel gehört. Aber die Autofahrt endete ohne Zwischenfälle im Wajibu Wetu-Heim – wie froh ich war, endlich hier angekommen zu sein und von den Kindern begrüßt zu werden! Mit den Kindern hier habe ich sehr schnell Freundschaft geschlossen, sie sind sehr offen und immer fröhlich. Ganz stolz zeigten mir die Jungs am Anfang die Hühner, Hasen und Ziegen, um die sie sich sehr verantwortungsbewusst kümmern. Auch mit den großen Mädchen verstehe ich mich sehr gut, es wird viel gelacht, getanzt und gesungen – beim Waschen, beim Kochen, beim Putzen und natürlich auch beim Spaß haben…

September 2010 – zweiter Bericht von Alina

Auch meine letzten vier Wochen im Wajibu Wetu-Heim waren voller schöner Momente! Ende August bzw. Anfang September hatten alle Kinder nochmal zwei Wochen schulfrei und das bedeutete viel Zeit für Unternehmungen und Freizeit! So hatten wir zum Beispiel Zeit für ein großes Fußballturnier, welches Carline und die Jugendgruppe der Kirche in Rironi organisiert haben. Unsere Wajibu Wetu-Mannschaft spielte gegen drei Mannschaften aus der Umgebung: ein weiteres Kinderheim und zwei weitere Jugendgruppen der Gemeinden Maximilian und Rironi. Für Verpflegung und Stärkung wurde dank der vielen Spender auch gesorgt und so wurde der Tag für alle ein großer Erfolg – auch wenn unsere Wajibu Wetu-Kinder ein bisschen traurig waren über den vierten Platz. In der Zukunft könnte so ein Fußballturnier eine willkommene Abwechslung zum Alltagsleben sein. Daddy George spricht sogar von der Idee eines „Wajibu-Cups“ und einem Pokal, der von einer Sieger-Mannschaft zur nächsten gereicht werden könnte. Super Idee!
Ein Highlight war auch der wunderschöne Tag im Hell’s Gate Nationalpark und am Lake Naivasha, den wir alle sehr genossen haben: Nachdem wir Zebras, Giraffen, Gazellen und mehr bestaunt hatten, gingen wir alle auf Wanderung durch die Schluchten im Hell’s Gate und sahen sogar ein echtes Massai-Dorf! Anschließend konnten wir uns bei einem leckeren Buffet in einem nahe gelegenen Hotel die Bäuche voll schlagen. Zum Abschluss dieses Tages hatten sich Mummy Jane und Daddy George etwas ganz besonderes ausgedacht: eine Motorbootfahrt auf dem Lake Naivasha, direkt vorbei an Nilpferden und Wasserböcken!