Die Kinder

Porträts

Ca. 30 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 22 umfasst die wajibu wetu-Familie. Bis auf die zwei jüngsten gehen alle Kinder entweder auf Schulen in der Nähe oder in Boarding Schools (Internate).
Die Kinder werden in Kenia mit 4-5 Jahren eingeschult und besuchen in der Regel für 8 Jahre eine Grundschule in der Nähe. Unsere Buben und die jüngeren Mädchen kommen jeden Tag gegen 16 Uhr nach Hause und dann stehen auch noch Hausaufgaben auf dem Programm!

Die älteren Mädchen kommen in den Ferien und viele ebenso an den Wochenenden „nach Hause“ ins wajibu wetu – Heim. So ist es vor allem an den Wochenenden sehr voll, da auch die meisten Kinder des „Outreach programme’s“ aus den Slums Zuflucht und vor allem Essen im Heim suchen.

Ein paar unserer großen Mädchen beendeten schon die vier Jahre dauernde Secondary School und suchen mit den Heimeltern nach einem geeigneten College oder einem Ausbildungsplatz. Sie bleiben solange im Heim wohnen, bis sie wirklich für sich selbst sorgen können.

Gerne stellen wir Ihnen das Schicksal einiger unserer Kinder persönlich vor:

  • M. und seine zwei jüngeren Brüder sind AIDS Waisen. Der Neunjährige übernahm deshalb monatelang die Elternrolle für seine beiden kleineren Geschwister, kümmerte sich um Essen und schleppte den jüngsten Bruder kilometerweit umher.
    Dank wajibu wetu durfte er wieder Kind sein. Mittlerweile ist er zu unserem ersten männlichen High School-Studenten herangewachsen!! Sein Bruder folgte ihm 2012.
  • Das Straßenleben der 14-jährigen B. war von Furcht und Aussichtslosigkeit geprägt. Seit August 2005 ist auch sie Mitglied unserer wajibu-wetu-Familie. Seither lernt sie eifrig für die Schule. Dank ihres Ehrgeizes, aber auch der finanziellen Stütze, die unser Verein ihr bietet, wird ihr sehnlichster Wunsch erfüllt: Sie beginnt im September 2012 eine sehr teure Krankenschwester-Ausbildung, die von Eltern und Großeltern einer ehemaligen Praktikantin gesponsert wird.
  • M. und ihre Schwester lebten bei ihrer Großmutter und Tante, die die Mädchen regelmäßig physisch, wie auch psychisch misshandelten. Der Bruder, der 2003 verstorbenen Mutter bemerkte das Martyrium und konnte über St. Francis-Gemeindemitglieder für sie einen sicheren Platz in unserem Heim bekommen. Hier haben sie sich gut eingelebt und nehmen mit Begeisterung am lebendigen Heimleben teil.

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Outreach-Programm

Hier drei unserer „outreach children“. Sie kommen nur am Wochenende zu wajibu wetu, um dort mit Essen, Kleidung so wie Medizin versorgt zu werden, weil die Mutter, die sich während der Woche um die Kinder kümmert nicht in der Lage ist, auch am Wochenende für ihre Kinder aufzukommen.

Der Alltag

Jeder im Heim hilft bei alltäglichen Dingen, wie beispielsweise das Sortieren von Mais und Getreide. Auch das Essen im Heim bietet nicht die Vielfalt wie wir es in Deutschland gewohnt sind, doch es macht satt und zufrieden!
Die Mitarbeit der Kinder im Heim ist eine Selbstverständlichkeit. Auf dem selbstangelegten Feld wird seit Januar 2006 für den Eigenbedarf Gemüse angepflanzt.
Allen Kindern wird eine solide Schulausbildung mit späterer Berufsausbildung ermöglicht. „Wajibu-Wetu“ überträgt die Selbstverantwortung an die Kinder erst dann, wenn sie gefestigt und selbstständig auf „eigenen Füßen“ stehen.
George, den alle Kinder liebevoll „Daddy“ nennen, nimmt sich für jeden einzelnen seiner Schützlinge Zeit und kümmert sich um kleine und große Alltagsprobleme, sowie um die Hausaufgabenverbesserung.

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