Duale „secondary school“

In Planung sind Bau und Betrieb einer Secondary School im dualen System mit angewandter Berufsausbildung: erster Ausbildungszweig soll dabei die ökologische Landwirtschaft sein.

Das Ausbildungprojekt umfasst eine Berufsausbildung, die sich aus

  • praktischer Ausbildung am Arbeitsplatz
  • theoretischer Grundlagenausbildung zum Arbeitsgebiet (in Zusammenarbeit mit kenianischen Organisationen) und
  • allgemeiner Schulbildung zusammensetzt.

Eine duale Ausbildung im Rahmen einer Secondary School ist in dieser Region des Machakos Countys besonders wichtig, da der Wissensstand der Jugendlichen am Ende der Primary School für eine berufliche Ausbildung meist nicht ausreicht. Eine weiterführende Beschulung in den landesüblichen Internatsschulen können sich sehr viele Familien der Umgebung nicht leisten. Deshalb wird eine Secondary School am Ort eine große (Aus-)bildungslücke schließen.

Aufgrund der ländlichen Lage mit meist landwirtschaftlicher Fläche in Familienbesitz ist als erster Ausbildungszweig die ökologische Landwirtschaft vorgesehen, die unmittelbar den Bedürfnissen der umliegenden Bevölkerung entspricht; ergänzend dazu braucht es Schulung und Ausbildung im landwirtschaftlichen Vermarktungsbereich (Stichwort Weiterverarbeitung und Produktentwicklung, Bauernkooperativen etc.).

Der zweite Zweig wird eine medizinisch-pflegerische Ausbildung sein, da wir einen Partner für Aufbau und Betrieb eines selbständigen Gesundheitszentrums auf unserem Grundstück gefunden haben.

Lageplan Schule - Alternat.Für dieses Projekt duale „secondary school“ Ausbildung konnten wir die Bayerische Staatskanzlei als finanziellen Unterstützer für 75% der Baumaßnahmen gewinnen; Pläne und Genehmigungen sind fertig – der Bau kann beginnen.

Gleichzeitig bleibt noch sehr viel an fachlich-inhaltlichen Planungen und Themen, nur wenn eine qualitativ hochwertige schulische Bildung und berufliche Ausbildung garantiert sind, nützt es den Jugendlichen vor Ort etwas. Das ist unser Ziel.

Mit dem dualen (Aus)bildungsangebot arbeiten wir gegen den Negativkreislauf von mangelhafter Schulbildung, fehlender Berufsausbildung, Jugendarbeitslosigkeit und Abwanderung in die Slums Nairobis. Den Jugendlichen soll so ein Weg geboten werden, sich in ihrem ländlichen Umfeld und auf meist sogar eigenem Grund selbständig einen stabilen Lebensunterhalt zu verdienen.

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