Ökologische Landwirtschaft

Seit Beginn 2017 gehört zu Maisha Mazuri eine Ökologische Landwirtschaft, aufgebaut und weiterhin betreut von engagierten Studenten der Universität Kassel-Witzenhausen unter Leitung von Peter Riegg und vor Ort in den Händen unseres begeisterten Farmers Kimeo.

Mit Unterstützung aus der Umgebung betreibt er das 6.000m2 große Landwirtschaftsgelände und versucht dabei – wie auch schon die Studenten beim Aufbau – knowhow und Interesse an die umliegende Bevölkerung weiterzugeben.

Ziel ist es, mit natürlichen Mitteln eine größere und diversifiziertere Ernte zu erhalten, die vorherrschende Abhängigkeit von teuer gekauften chemischen Saatgut, Düngemittel und Pestiziden zu unterbrechen, den unsachgemäßen Umgang mit den giftigen Mitteln zu stoppen (Körperkontakt, Verzehr ungewaschener Produkte etc.) und dem Ungezieferzuwachs durch Monokulturen entgegen zu wirken.

Mit Terrassierung, Erosionsschutz durch Futterbäume, Gründüngung, Bananenkreise und natürliche Humusbildung und Schädlingsprävention, Tröpfchen- und Tonkrugbewässerung etc. möchten wir nicht nur unsere eigene Landwirtschaft gesund und ertragreich gestalten, sondern auch die vielen umliegenden Bauern auf ihren Feldern unterstützen und sie die Vorteile erfahren lassen. Dank einer guten Regenzeit hatte maisha mazuri bereits eine so ertragreiche Ernte, dass davon Einnahmen durch Verkauf erzielt werden konnten; der größte Teil wandert aber derzeit in unsere eigenen Kochtöpfe, so können unter der Woche auch alle externen Vorschul- und Schulkinder mit Obst und Gemüse versorgt werden.

Unsere Pläne gehen weiter, die Ökologische Landwirtschaft soll ausgebaut werden, auch auf die Viehhaltung, denn dann könnte mit den vorhandenen wenigen Tieren sehr viel nachhaltiger und verntwortlicher gearbeitet werden.

Die umliegende Bevölkerung soll davon profitieren und die Vorteile der ökologischen Landwirtschaft und Tierhaltung selbst erkennen. Der teure Abhängigkeitskreislauf durch Zukauf aus der Saat- und Düngemittel Industrie kann auf diese Weise unterbrochen werden und die Kleinbauern können sich auf Sorten und Methoden konzentrieren, die Boden und Klima besser entsprechen als manch importierte.

Unser Ziel ist es, Bauernkooperativen zu gründen und den – überwiegend – Frauen vor Ort neue, profitable Wege der gemeinsamen Verarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte aufzuzeigen und zu ermöglichen.

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